Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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als möglich zu verrathen, und ſo dem Inneren wie Aeu⸗. ßeren nach gleich räthſelhaft zu ſein. Dabei fehlte es aber durchaus nicht an Schmuck

und Verzierung, doch waren dieſe ſehr ernſter und wür⸗ diger Art, beſtehend in ausgeſuchten Bildern älterer be⸗ rühmter Meiſter, Originalen der größten Künſtler ihrer Zeit, und aus prachtvollen Aquarellen und Handzeich⸗ nungen, von denen gewöhnlich einige Lieblingsblätter auf einer kleinen Staffelei neben dem Schreibtiſch der Köni⸗ 3 gin ſtanden. Hier im innerſten Heiligthum ihrer Wohnung pflegte ſie die vertrauteſten Damen ihrer Bekanntſchaft zu em⸗ pfangen, und war man hier im guten Sinne eben ſo zwanglos in der Unterhaltung, als auch in der Tollette. Was die letztere anbelangte, ſo hieß eine Einladung in das kleine Apartement Ihrer Majeſtät ſoviel als im Hauskleide kommen, und war man an ſolchen Abenden

zur größten Intimität der Königin zugelaſſen, und bildete gleichſam einen Kreis von vertrauten Freunden, bei dem keiner der Kammerdiener oder Hoflakaien erſchien, ſondern wo die ganze Bedienung durch die erſte und vertrauteſte Kammerfrau der Königin, die Frau von Watters, beſorgt wurde, welche ſehr bevorzugte Dienerin den Theetiſch arrangirte, und welche alsdann allerdings ſtets nur auf eine ganz beſondere Einladung ihrer hohen Herrin ihre