Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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„Ich noch weniger,“ ſagte der junge Maler mit einem faſt unwillkürlichen Achſelzucken, welches ſie aber deutlich bemerkte, und dann leiſe vor ſich hin ſprach: „Aber ich— verſtehe jetzt und fühle.“

„Das iſt ein großes Vermögen.“

„Gewiß— ein bedeutendes Vermögen,“ wiederholte ſie mit tonloſer Stimme, indem ſie leicht ihre Finger öffnete und das Blatt Papier in die düſter glimmenden Kohlen fallen ließ.

„Was machen Sie, Ellen?“

Doch kam dieſer warnende Ausruf, ſowie ſeine Be⸗ wegung, das Blatt wieder zu ergreifen, zu ſpät. Schon hatte es die Glut erfaßt, es krümmte ſich und wand ſich wie ein fühlendes Weſen, welches Schmerzen empfindet, dann wurden bewegliche, glühende Punkte auf ihm ſicht⸗ bar, dann flackerte es in einer leichten Flamme auf, und dann war es nur noch ein Häufchen grauer Aſche.

Hatte Ellen in dieſem Augenblicke einen leiſen, aber klagenden Seufzer nicht unterdrücken können, oder war derſelbe unbewußt der Bruſt des jungen Malers ent⸗ ſtiegen, oder befand ſich noch ein drittes Weſen im Zimmer, vielleicht in jener dunklen Ecke, wo geſtern Roſenthal neben dem Bilde Arthur's geſtanden, als er dem Prinzen die Liebe Ellen's zu dem jungen Maler verrieth?