Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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— 30— geſchieht, auch noch ſo ſchmerzlich für mich iſt, ſo will ich mich doch darüber freuen!“

Mit welch' grenzenloſem Erſtaunen hörte Arthur dieß Alles! wie mühte er ſich ab, darin einen verſtänd⸗ lichen Zuſammenhang zu finden— umſonſt, er brachte es nur zu einer gänzlichen Verwirrung ſeiner Gedanken, welche ſich auf ſeinen Zügen abſpiegelte und von ihr mit einem unverkennbaren Erſtaunen bemerkt wurde.

Was war hier vorgefallen, welcher Dämon hatte ſich hier luſtig gemacht?

„Als— Sie nun eintraten,“ ſagte ſie mit einem ängſtlich forſchenden Blick,„da wußte ich ja ganz genau, daß der Prinz Sie geſehen, daß er Ihnen Alles geſagt, daß ich mich in Ihren Worten und in Ihren Blicken nicht getäuſcht, und daß Sie hieher geeilt waren, um mir zu ſagen: Ellen, auch ich liebe Dich,———— aber warum ſo ſpät?“ ſetzte ſie mit wachſender Beſorg⸗ niß in Ton und Blick hinzu—„warum ſo ſpät?“

„Ja— warum ſo ſpät?!“

„Hat Sie der Prinz ſo ſpät rufen laſſen?“

„Nein, nein, das nicht.“

„Alſo drängte es Sie nicht, zu mir zu kommen?“

„O doch, o doch, ich— eilte hieher, ſobald es mir möglich war, ich— ich—“

Seine Bruſt, von einem tiefen, ſchmerzlichen Athem⸗