Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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erreichte, und da ihm dieſe Stunde nicht zu ſpät erſchien, um ſich ſogleich ſeines Auftrags zu entledigen, ſo trat er, um ſich über die Richtung zu vergewiſſern, welche er einzuſchlagen hatte, an eine der Gaslaternen der Eiſen⸗ bahnhalle, um die Adreſſe zu leſen, nachdem er das erſte Couvert von dem Briefe abgeriſſen— Miß Ellen— Gartenſtraße 4, erſter Stock.„Seltſam,“ dachte er bei ſich, das iſt ja dieſelbe Straße, nach welcher ich ihr da⸗ mals von Weitem folgte, als ſie mir zufällig auf der Straße begegnete. Seltſam— ſollte mich der Zufall wieder in ihre ſo heiß erſehnte und ſo gefährliche Nähe bringen?— lächerlicher Gedanke, man hat deßhalb noch nicht an einem großen Gewinn Antheil, weil ſich unſere Loosnummer vielleicht in der Nähe der gewinnenden be⸗ findet—„Gartenſtraße,“ las er nochmals—„aller⸗ dings die Serie wäre richtig, aber ich habe kein Glück im Spiel, leider auch nicht in der Liebe— doch fort, fort mit ſolchen Gedanken in einem Augenblicke, wo mir dieſer Brief und dieſes Etui in der Hand brennen!“

Raſch ging er ſeines Weges, und er hatte eine ziem⸗ lich lange Strecke zurückzulegen, bis er die belebteren Stadtviertel hinter ſich gelaſſen und in die einſamere Gegend kam, wo ſich die Gartenſtraße befand.

„Bis hieher wäre es derſelbe Weg von jenem Abend,“ dachte er bei ſich,„dann aber bog ſie links ab und be⸗