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zöſiſchen Kaffeehaus zum Frühſtück, Zimmer Nr. 4, welches ich gewöhnlich habe.“
„Kann ich ſonſt noch etwas für Sie beſorgen?“
Herr von Roſenthal war langſam von ſeinem Sitze aufgeſtanden und an den Schreibtiſch getreten, wo er einen der Briefe, die er geſtern Nachts geſchrieben, einen Augenblick in die Hand nahm, um ihn gleich darauf wie⸗ der hinzulegen, und dann zu Arthur zurücktrat—„ja, mein Freund, Sie können mir da noch einen großen Dienſt leiſten: wenn ich ſagen wollte, ich ſehe der heutigen Zuſammenkunft mit größerer Beſorgniß entgegen, als mancher frühern ähnlichen, ſo müßte ich lügen; ebenſo⸗ wenig kann ich mit Sicherheit voraus wiſſen, ob ich lebend oder unverletzt zurückkomme. Für dieſen ſchlimmen Fall nun werde ich Ihnen ſpäter ein Schreiben mit genauer Adreſſe verſehen übergeben, und bitte, es nicht nur ſelbſt an dieſe Adreſſe zu beſorgen, ſondern auch ſelbſt in die Hände der Dame zu legen, an die es gerichtet iſt— verſprechen Sie mir das?“
„Auf's Feierlichſte!“
„Ich danke Ihnen im Voraus. Den Brief werde ich Ihnen bei unſerem kleinen Frühſtück übergeben, und bin überzeugt, daß Sie durch die pünktliche Beſorgung des Schreibens nebenbei noch eine recht angenehme Be⸗ kanntſchaft machen.“


