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wartete,“ entgegnete Herr von Roſenthal mit großer Ruhe.
„Um aber der Sache nicht noch eine weitere Ver⸗ breitung zu geben, und den über alle Beſchreibung heftig aufgeregten Mittow nicht zu weiteren unvorſichtigen Schritten zu veranlaſſen, gab ich, obgleich widerſtrebendn ſeinen Bitten nach und bin nun hier,“ ſetzte er mit einer verbindlichen Verbeugung hinzu,„um mich nach Ihren Wünſchen zu erkundigen, verzeihen Sie aber vor allen Dingen, daß wir Ihnen zuvorgekommen ſind, was auf den ausdrücklichen Wunſch Mittow's geſchieht, der weder in der Wahl der Waffen, noch in ſonſt irgend etwas eine Chance für ſich acceptiren will.“
„Herr von Mittow hat es allerdings ſehr eilig be⸗ trieben, nahm ich doch ſelbſt Anſtand, ihm vor der zehn⸗ ten Stunde meinen Zeugen zu ſenden.“
„Und wer iſt dieſer Zeuge?“
„Unſer gemeinſchaftlicher Bekannter Arthur Weßner.“
Graf Wieneck ſchaute einen Augenblick und faſt mit Verwunderung in das Geſicht des Andern, ehe er ſagte: „Arthur iſt mir natürlicher Weiſe ſehr angenehm, und wird es Mittow ebenfalls ſein.“
„Alſo darf ich denſelben zu Ihnen ſenden— und um welche Stunde?“
„Wenn es Ihnen recht wäre, vor elf Uhr, doch


