thätig, als ſich nun die furchtbare Spannung ihres Her⸗ zens in milde Thränen auflöste, ſchrak aber nach wenigen Augenblicken heftig zuſammen, da ſie laute Schritte auf dem Veſtibule vernahm.— Sollte er es wagen, am heu⸗ tigen Abend nochmals zurückzukommen?
Ja; Roſenthal wagte es und trat nicht nur in den Salon, ſondern dicht vor ſie hin, um das junge Mäd⸗ chen, nachdem er ſeinen Hut von ſich geſchleudert, mit übereinander geſchlagenen Armen zu betrachten, ſtumm, trotzig, finſter.
„O— o— o— oh, ſagte ſie,—„ich bin nicht ohne Waffen.“
Auch darauf gab er minutenlang keine Antwort, dann aber rief er aus:
„Thörin, die Du biſt und ewig bleiben wirſt; die Du niemals lernen wirſt, den richtigen Standpunkt einer Sache zu erfaſſen, um vernünftig darnach zu handeln.“
„O, ich habe viel von Ihnen gelernt— leider zu viel!“ „Aber nichts profitirt von der Offenheit, mit der ich Dir ſtets gegenübergetreten, von dem Vertrauen, das ich in jeder Lage an Dich verſchwendet.“
„Endigen Sie— was wollen Sie noch von mir, heute noch— in dieſer Stunde?“
———— Nichts, was Dich im Geringſten zu
„
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