Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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Zimmer machte,„Sie wenden ſich gänzlich von mir ab, Sie verabſcheuen mich!“

„Beides nicht, Hoheit. Als ich in dieſe Unterredung willigte, that ich mir ſelbſt das Gelübde, Ihnen die Wahrheit zu ſagen, und darf es deßhalb gegen Sie aus⸗ ſprechen, daß ich weit entfernt bin, das Gefühl gegen Sie zu hegen, welches Sie vorhin ausſprachen: ja ich will noch weiter gehen, ich nehme das innigſte Intereſſe an Ihnen.“

„Aber Sie ſind nicht im Stande, mich zu lieben!“ rief er leidenſchaftlich aus.

„Dazu bin ich allerdings nicht im Stande—“

„O, ſprechen Sie weiter,“ rief er dringender, da ſie kurz abbrechend ſtille ſchwieg,„ſprechen Sie zu mir die Wahrheit, die volle Wahrheit— ich flehe darum, helfen Sie mir, heilen Sie mein krankes Gemüth, indem Sie mir oöffen und ehrlich ſagen: warum, da Sie Intereſſe an mir nehmen, werden Sie nie im Stande ſein, mich zu lieben?“.

Sie fuhr leicht mit der Hand über die Stirne, ehe ſie alsdann, die Augen auf den Boden heftend, nach einem ſekundenlangen Stillſchweigen zur Antwort gab: „Dazu gibt es zwei ſehr wichtige Gründe. Die Nennung

des einen bitte ich mir zu erlaſſen, denn er erſcheint mir

Ihnen gegenüber, er erſcheint mir in meinem Munde,