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was man von ihm verlangte, für ihn auch nur die Idee eines falſchen Scheins geruht hätte. Da aber in frag⸗ licher Angelegenheit ein himmelweiter Unterſchied lag zwi⸗ ſchen Vermitteln und Löſen, ſo ſagte er in einer kleinen Pauſe:„Gut, wenn es ſich nur darum handelt, ſo will ich mich zur Verfügung des Kronprinzen ſtellen.“
„Die Sache, an ſich ſehr einfach,“ ſprach hierauf der Staatsminiſter und wieder in ruhigem, geſchäftlichem Tone,„iſt für mich von großer Wichtigkeit. Du weißt, weßhalb ich das Portefeuille der auswärtigen Angelegen⸗ heiten zurückgab, und ich füge dem bei, daß Seine Majeſtät den Augenblick erwartet, wo ich mit Wiederübernahme des Miniſteriums die Verhandlungen wegen der Verheirathung des Kronprinzen zu Ende führen kann,— nur dann, ſobald dort gelöst iſt, bin ich augenblicklich in der Lage, hier wieder anzuknüpfen; das iſt doch ſehr ver⸗ ſtändlich.“
„Sehr; aber erlaube mir noch eine Frage: Warum könnte Roſenthal jenes Band nicht löſen, welches er doch verſucht anzuknüpfen?“
„Das kann Dir der Kronprinz ſelbſt am beſten ſagen, und ich möchte, daß Du Dir das von ihm ſelbſt erzählen ließeſt, um in Deinem eigenen Intereſſe ſo unbefangen als möglich zu erſcheinen.“
„Gut, ſo will ich mich überraſchen laſſen, und


