Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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doch lieber, Roſenthal ſo wenig als möglich zu be⸗ gegnen.

Unbeſorgt, lieber Mittow, bis dahin bin ich längſt zurück; was habt ihr denn eigentlich miteinander, wenn ich fragen darf, ohne eine Indiskretion zu begehen?

Nun, Sie kennen ihn ja; rückſichtslos, aufdringlich, wie er ſein kann, tritt er mir irgendwo in den Weg, wo er in der Unerfahrenheit, ja in der harmloſen Un⸗ ſchuld eines jungen Mädchens ein Terrain findet, das er durch die freche Sicherheit ſeines Auftretens, durch ſein rückſichtsloſes Zugreifen wohl zu kultiviren verſteht. Er iſt ein gefährlicher Menſch einem unerfahrenen Mädchen⸗ herzen gegenüber.

Zugeſtanden, lieber Mittow, und würde ich es Ihnen nicht übel nehmen, wenn Sie die Dame, für welche Sie. ſich intereſſiren, über jene gefährliche Perſönlichkeit auf⸗ zuklären verſuchten.

Und erreiche dadurch das Gegentheil, rief der Dragoneroffizier in verdrießlichem Tone,da predige Einer dieſen Mädchen, da ziehe Einer noch ſo vernünf⸗ tige Parallelen zwiſchen ſich, der es ehrlich und redlich meint, und zwiſchen einem abenteuerlichen Charakter, der ſie gerade dadurch anzieht, daß er ſie mit ſeinen hohlen Augen anlächelt, der ihnen intereſſant erſcheint wegen ſeiner fahlen Wangen und ſeiner weißen Lippen, die er