Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Einzelbild herunterladen

8

Nicht ſchlecht, lachte Seine Excellenz laut und herzlich,doch iſt es gerade das andere Ende, welches ich

meine. Alſo die jüngſte der Damen die Gräfin Ferr⸗

ner, ſprach der Major nach einigem Beſinnen. Das Geſtändniß iſt Ihnen ſauer geworden, lieber

Wieneck.

Ich muß Euer Excellenz dringend bitten, die Nen⸗ nung dieſes Namens durchaus für kein Geſtändniß zu . nehmen.

Lenardo ſah hin, Blandine ſah her, das Letztere haben Sie vielleicht nicht immer bemerkt, aber Unſer⸗ einer, welcher ſchon des Dienſtes halber ſeine Augen überall hat, bemerkte ſchon ſehr häufig, mit welchem un⸗ verkennbaren Intereſſe die ſchöne Ferrner, eine Perle b unter den Hofdamen, ein Ehrenfräulein in der richtigſten

Bezeichnung des Wortes, ihre Blicke auf dem intereſſanten Dragoneroffizier ruhen ließ haben Sie etwas Ver⸗ nünftiges dagegen einzuwenden?

Gegen die vortrefflichen Eigenſchaften der Gräfin Ferrner nicht das Geringſte, und glücklich müßte ſich Der ſchätzen, den ſie eines vertraulichen, theilnehmenden Blickes würdigt.

Nun denn Sie Glücklicher! Graf Wieneck mochte wohl ſeine Urſache haben, den

Al