Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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Dulcinea zu entzweien, ich hätte aus Eiferſucht gehandelt, als wenn ich mich je um ſeine Sängerin bekümmert hätte; ich glaube nicht, daß ich im Ganzen ein Dutzend Worte mit ihr geredet habe.

Nun, Excellenz, ein Dutzend Worte könnten es ſchon geweſen ſein, allein bei dem letzten Hofkonzerte, meinte lächelnd der Flügeladjutant.

Nun ja, ich war es in meiner Stellung der Künſt⸗ lerin ſchuldig, ihr für ihren reizenden Geſang einige paſ⸗ ſende Worte zu ſagen, und wem hätte ich Rechenſchaft abzulegen, wenn ich einem artigen Mädchen mit Freund⸗ lichkeit entgegentrete?

Gewiß Niemanden auf der weiten Welt; Euer Ex⸗ cellenz haben ſich in Ihrem langjährigen Wittwerſtande von allen Feſſeln frei zu erhalten gewußt, und ſind dar⸗ um zu beneiden.

Aber gerade, weil man mir poſitiv in dieſer Rich⸗ tung nichts aufzuhängen vermag, iſt man bei Hofe ſo gerne geneigt, ſelbſt das Unglaubliche zu glauben, und die Schlimmſte darin iſt die alte Pommerhauſen. Sagte ſie mir doch geſtern Abend in der Loge, als ich aus reiner Neugierde die Kleine auf der Bühne mit meinem Glaſe etwas genauer betrachtete: ‚Mein lieber Baron Tönning, Sie ſollten das nicht ſo auffallend betreiben. Daraus konnte ich ſchon abnehmen, wie das Gift gewirkt