Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
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„Man kann dem nicht entgehen, wenn man dort mit anſtändigen Leuten Umgang haben will.“

„Was hat unſer Freund nicht ſchon Alles probirt auf ſeinen weiten Reiſen durch die ganze Welt!“ warf der Muſiker leicht hin.„Nicht wahr, Sie ſind auch ſchon einmal Vampyr geweſen?“

Bei dieſer Frage brach ein ſcharfer Strahl, aber nur für eine Sekunde lag, aus den dunkeln Augen Deſſen, dem die Frage galt, dann gab er mit einem gemüthlichen Lächeln zur Antwort:

„Ich habe es verſucht, fand aber keinen großen Ge⸗ ſchmack daran, ich verſprach mir den größten Reiz von der Angſt, dem verzweiflungsvollen Widerſtreben, fand mich aber darin ſehr getäuſcht, die Mücken flogen zu gerne in's Licht; die Zeiten müſſen ſich geändert haben, auch hat die ganze Sache kein großes Intereſſe mehr, ſonſt würde ich Ihnen, junger, ſtrebſamer Muſiker, mit Vergnügen zu einem dritten Operntext verhelfen, womit Sie vielleicht Ihre beiden Vorgänger verdunkeln könnten, und Ihren Namen bekannt machen, um einem längſt ge⸗ fühlten dringenden Bedürfniſſe abzuhelfen.“

„Wie gerne hätte ich alle die Wunder Deiner Reiſen mit⸗ erlebt!“ ſagte der Hausherr, um das Geſprächsthema zu än⸗ dern, indem er dem leicht verletzten Muſiker zuvorkam, der ſchon eine pikante Gegenrede auf der Zunge zu haben ſchien.