Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
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hätten wir ihn bei ſeinen vielen und wichtigen Beſchäf⸗ tigungen gar nicht früher erwartet.

Ganz gut, das ſpornt ihn an, und wir werden wunderbare Geſchichten zu hören bekommen.

Während man ſo in dem kleinen Eßzimmer über den Erwarteten plauderte und lachte, ſaß dieſer, der erwartete Herr von Roſenthal, in einer geſchloſſenen Droſchke und fuhr durch Schnee und Regen gegen das Haus des Grafen Wieneck. Es war das ein junger Mann, in dem Alter des Grafen Leo, er ſchien aber älter, da er ein langes, hageres Geſicht hatte, deſſen Bläſſe durch kohl⸗ ſchwarzes Haupthaar und eben ſolche ſehr lange Favorits noch ſtärker hervorgehoben wurde. Er befand ſich im ſchwarzen Frack im Gegenſatz zu den übrigen Eingelade⸗ nen, die auf den ausdrücklichen Wunſch des Hausherrn im Ueberrock erſchienen waren. Ehe er den Wagen, den er bei einer Straßenecke angerufen, beſtieg, hatte er auf ſeine Uhr geſchaut, und ſchien mit der Stunde, welche ſie zeigte, vollkommen zufrieden zu ſein. Dann lehnte er ſich in die Ecke des Wagens zurück, um ſich aber, nach⸗ dem er ein paar Straßen durchfahren hatte, wieder auf⸗

zurichten und aus ſeiner Weſtentaſche eine jener kleinen Schwindelkravatten von weißer Farbe zu nehmen, die er gegen ſeine ſchwarze vertauſchte. Auch zog er helle, ſtroh⸗

farbene Handſchuhe an, und war mit dieſen Verände⸗