Neunundzwanzigſtes Kapitel. 3 285
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Das Leben auf dem Gute des Herrn Welkermann ge⸗
ſtaltete ſich zu einem höchſt angenehmen und behaglichen; es lag nicht nur dicht an der Eiſenbahnlinie, welche der Oberingenieur Welden baute, ſondern es wurde auch durch . dieſe in ſo fern berührt, als einem Waldbache der Bahn⸗ linie wegen eine andere Richtung gegeben werden mußte, was zu ausführlichen und langen Verhandlungen zwiſchen dem Bauamte und Herrn Welkermann Veranlaſſung gab, welche Verhandlungen der Ober⸗Ingenieur Welden ſtets in⸗ eigener Perſon zu leiten pflegte. Dabei ereignete es ſich nun— nein, ſo wollten wir † eigentlich nicht ſagen, denn es war vor der Hand noch 6 von keinem Ereigniſſe die Rede,— dabei geſchah es— doch auch dieſer Ausdruck iſt nicht ganz richtig, da einſt⸗ weilen gar nichts geſchah,— da fand es ſich, haben wir das Recht, zu ſagen, denn es fand ſich allerdings, daß Lucy von Rivola ſich ſehr für die Eiſenbahn⸗ und Wald⸗
bachfrage intereſſirte und häufig zu den Verhandlungen
Hierüber zugelaſſen wurde, wobei——
Leider bin ich, der Erzähler dieſer wahrhaftigen Ge⸗ ſchichte, in den vielleicht nicht ganz unverdienten Ruf ge⸗ kommen, als ſei ich ein unverbeſſerlicher Hochzeitsſtifter. Ob dies in den Augen meiner ſchönen Leſerinnen ein Fehler iſt, weiß ich nicht, doch lehrt es mich vorſichtig


