10 Zwanzigſtes Kapitel.
ſo eben geſehen, ihm näherte und abermals flüſternd ſeinen Namen rief.
„Um des Himmels willen,“ rief er, ſich halb aufrich⸗ tend,„ſuchen Sie meine Hülfe? Was iſt geſchehen?“
„O, es iſt bis jetzt gar nichts geſchehen,“ hörte er eine bekannte, weiche Stimme zitternd antworten,„aber es ſoll etwas geſchehen, und deßhalb ſuche ich Ihre Hülfe, Albert— für Sie ſelbſt! O, verzeihen Sie meiner na⸗ menloſen Angſt, die mich ſo weit brachte, Sie beim
„Grauen des Tages anzuflehen, das Haus nicht zu ver⸗ laſſen!“
„So, graut ſchon der Morgen?— O, laſſen Sie mich!“
„Nein, nein, der Morgen graut noch nicht,“ hörte er ſie mit ängſtlich zitternder Stimme ausrufen;„ich irrte mich, es war nur der Schein der Lampe!“
„O nein, nein— laſſen Sie mich!“
„Nein, nein, ich laſſe Sie nicht, bis Sie mir ver⸗ ſprechen, meine innige Bitte zu erfüllen! Nein, ich laſſe Sie nicht, und ſollte ich Sie mit Gewalt zurückhalten müſſen, indem ich mich feſt an Sie klammere! Sie haben Zeit genug, mich wenigſtens anzuhören!“
Es war ihm klar, auch ohne daß er es ausſprach,
was das wild aufgeregte, ſchöne Weib von ihm wollte:
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