Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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Neunzehntes Kapitel.

bei dir traf und mit ihm fortging. Er kam zu dieſer Geſellſchaft, weil er es verſprochen hatte, und da entſtand ein Wortwechſel, bei welchem Herr Ferdinand Welkermann — du ſiehſt, wie aufrichtig ich bin— unſerem jungen Freunde eine Beleidigung zuſchleuderte, die allerdings, nach unſeren Begriffen von Ehre, nur durch ein ſcharfes Duell wieder abgewaſchen werden kann.“

„O mein Gott, o mein Gott!“ rief die ſchöne Frau aus, indem ſie händeringend im Zimmer auf und ab ging.

„Ich erfuhr das alles zufällig,“ ſagte der Polizeirath mit großer Ruhe,„und da ich hoffte, die Sache ließe ſich am Ende doch noch gütlich beilegen, ſo veranlaßte ich Herrn Welden, mir ſein Chrenwort zu geben, drei Tage lang das Duell zu verſchieben. Das war nun vorgeſtern, und heute Abend oder vielmehr morgen früh um ſieben Uhr ſind die bedungenen drei Tage vorüber.“

„Und das Duell wird ſtattfinden?“ rief ſie angſtvoll.

„Wuͤrde ſtattfinden, wenn du, meine liebe Schweſter, mir nicht durch deine Mittheilung bewieſen hätteſt, daß Herr Welden ein Hitzkopf iſt, der, trotzdem ihm Herr Welkermann die genügendſten Erklärungen geben will, doch die Sache mit der Piſtole in der Hand abzumachen wünſcht, und weil ich deßhalb andere Maßregeln treffen muß.“

„Und du glaubſt, das Duell verhindern zu können?“

Spielgeſellſchaft, an demſelben Tage, wo ich Herrn Welden

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