Neunzehntes Kapitel. 233 9
„Man wird oft zu etwas gegen ſeinen Willen ge⸗
drängt.“
„Wer ſollte ihn drängen? Herr Welden iſt in jeder Beziehung ein wohlgeordneter junger Mann, und als mein Mann geſtern ſeine kleine Tour antrat— er iſt,
wie du weißt, in Geſchäften für acht Tage abweſend,—
da beſprach er noch Dies und Das mit Herrn Welden und übergab ihm das ganze Bureau, wie er es ja immer zu thun pflegt, ſobald er ſich in Geſchäften entfernt— aber deine Worte ſind zweideutig, wie immer, und wenn du ſagſt: eine Reiſe, ſo lauert etwas Anderes dahinter — ſei ehrlich, Joſeph, wie ich es immer gegen dich ge⸗ weſen bin!“—
„Wer kann dir widerſtehen?“ heißt es in irgend einer Oper, erwiederte freundlich Herr Merkel.„Gut, ich will
von meiner Gewohnheit abgehen und dir ehrlich und offen
ſagen, um was es ſich handelt; aber ſetze dich dort in den kleinen Fauteuil, damit, wenn du erſchrickſt....“
„Unbeſorgt, ich habe eine ſtarke Natur.“
„Herr Welden hat neulich Abends einen kleinen Streit mit irgend Jemandem gehabt, der ihn dabei auf's gröbſte beleidigte, ſo daß alſo Herr Welden ſich veranlaßt ſah, jenen um eine Zuſammenkunft zu bitten.“
„Ein Duell— ah, ich glaube, du ſagſt die Wahr⸗ heit!“
„Wie immer, wenn ich will. Allerdings, es iſt ein


