Zehntes Kapitel.
Es mochten vielleicht vierzehn Tage nach dieſen Vor⸗
fällen verfloſſen ſein, um die bewegteſte Zeit des geſell⸗ ſchaftlichen Lebens der Reſidenz, wo Abendgeſellſchaften aller Art, mit und ohne Spiel und Souperrouts, kleine und große Bälle im üppigſten Flor ſtanden, als die Frau Staats⸗Hauptcaſſen⸗Schuldentilgungs⸗Reviſorin Wel⸗ kermann Einladungen zu einer Kaffeegeſellſchaft ergehen ließ, um auch das Ihrige zum allgemeinen Vergnügen beizutragen und ſich für Genoſſenes zu revanchiren.
Sie that es gerade an einem Tage, von dem ſie wußte, daß ihre Schwägerin, die Frau Stadtſchultheißin Welkermann, ſchon anderweitig gebeten war, um alsdann mit Achſelzucken ſagen zu können: Die Frau iſt vornehm und hochmüthig geworden und findet es unter ihrer
Würde, bei armen Reviſorsleuten, die nicht mit Tep⸗ Hackländer, Das Oehennnng der Stadt. II.
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