Neuntes Kapitel. 211
daß Ferdinand dieſen verſtehen mußte; in ſeinen matten Augen blitzte eine leichte Freude auf, er richtete ſich empor und erwiederte lächelnd:
„Herr Baron, Sie ſprachen da eben ſo zuverſichtlich von guten Freunden, daß ich mir vielleicht die Bitte er— lauben könnte, mich die Bekanntſchaft eines ſolchen edlen Mannes machen zu laſſen.“
„Danach brauchen wir nicht lange zu ſuchen, Herr Wel⸗ kermann; ich ſchätze Ihre Eltern und kenne deren geſell⸗ ſchaftliche Stellung, ich mag Sie ſelbſt als einen eleganten, lebensluſtigen jungen Herrn gut leiden und will nur noch hinzufügen: gebieten Sie über meine Kaſſe.“
„Ah, Herr Baron, Sie überraſchen mich in der That, aber....
„Kein Aber, mein lieber junger Freund; ich war ſo indiscret, Ihnen Ihre kleinen Geheimniſſe zu entreißen, und müßte es jetzt als eine Beleidigung anſehen, wenn Sie meine unbedeutende Hülfe zurückweiſen wollten— nun, ſagen Sie ehrlich, womit kann ich Ihnen helfen?“
„Helfen?“ fragte der junge Mann achſelzuckend;„er⸗ lauben Sie mir in dieſer Richtung ein beſcheidenes Still⸗ ſchweigen— was mich aber augenblicklich drückt, iſt aller⸗ dings ein kleinerer Poſten....“
„Nun, wie viel?“ fragte Herr von Rivola, als Ferdi⸗ nand ſtockte und ſchwieg.
„So tauſend bis zwölfhundert Gulden, dumme Spiel⸗


