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lichkeit mit den Sennhütten der Schweiz. Die platten Dächer, auf denen große Steine liegen, behacken Gebäude, die auch hier ganz von Holz ſind, und denen nur, um vollkommen den Schweizerhäuſern zu gleichen, die Gallerien fehlen, welche Letztere von außen umgeben, und auf denen die Eingänge zu den Stuben befindlich ſind. Das Innere der Schwarzwälder Häuſer iſt dagegen noch viel heimlicher, wie das der gewöhnlichen Sennhütte; doch ſind die Wohnhäuſer der reichen Schweizerbauern geräumiger und reinlicher. Man ſieht es den Häuſern auf dem Schwarzwald an, daß ſie Holz in Menge zum Bau verwen⸗ den können, denn das ganze Getäfel, Fußboden und Decke beſtehen aus glatt gehobelten Tannenbrettern, eine Tapete, die ſehr warm hält und freundlich ausſieht, aber dagegen auch viele Mängel hat, und ſehr bald der Aufenthalt von dem mannigfaltigſten Ungeziefer wird. Die Möblirung dieſer Häuſer iſt ſehr einfach und altmodiſch, und in den meiſten der einzige Zierrath der Stube die Schwarzwälder Uhr, die man in allen Größen und ſehr billig kauft. So wie die meiſten Berg⸗ bewohner hat der Schwarzwälder ſein Koſtüm erhalten. Der Bauer trägt ſchwarze kurze Beinkleider, bis zu denen die Stiefel von ſchwar⸗ zem Leder hinaufreichen, eine dunkle Weſte, einen ſchwarzen oder dun⸗ kelbraunen Rock, der mit Grün ausgeſchlagen iſt, und auf dem Kopfe einen ſchwarzen runden Hut mit großer Scheibe, den ebenfalls ein grünes Band ſchmückt; ein Anzug, der ſo die Farbe ihres Waldes hat, wo zwiſchen den alten dunkeln Tannen hie und da ein junger Sprößling oder ein ander Laubholz grün hervortritt. Ich glaube wirk⸗ lich, ſie wollen die Farbe ihres Walds im Koſtüme nachahmen; denn die Tannen ſind ihr Reichthum und ihr Stolz. Die Flößer tragen Wämſer von dunkler Leinwand, kurze Beinkleider, welche ein hand⸗ breiter grüner Hoſenträger in die Höhe hält, und ihre bekannten großen Stiefel, womit ſie das ganze Bein bedecken können.
Von Reinerzau nahmen wir einen Führer, der uns über den Roß⸗ berg nach Rippoldsau führen ſollte, wohin wir noch eine ſehr beſchwer⸗ liche Tour hatten. Wir gingen einen ſchmalen, ſchlechten Fußweg, der auf der Höhe des Berges, wo gerade ſtark gehauen wurde, eine lange Strecke mit mächtigen Stämmen bedeckt war, die wir umgehen muß⸗ ten. Schon ſank die Sonne, als wir die andere Seite erreicht hatten, und das reizende Schappacherthal lag in der ſchönſten Abendbeleuchtung vor uns. Wir verließen hier den Fußpfad, den wir bisher verfolgt, und begaben uns auf eine der Holzſchleifen, die ins Thal führt, aber noch ſteiler als ein Hausdach hinabläuft, und deßhalb das Klettern einigermaßen gefährlich macht. Wir ſetzten uns in das ſchöne Moos am Fuße einer Tanne und ſahen lange Zeit mit Vergnügen in das Thal und auf die gegenüberliegenden Berge, die höchſten des Schwarz⸗


