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Bilder aus dem Leben / von F. W. Hackländer
Entstehung
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Es wird raſch eine Taſſe Kaffee gekocht, und nach einem halb weh⸗

müthigen Blick auf ſein unberührtes Bett eilt er nach dem Poſthofe,

den Vergnügungen entgegen, die ſeiner harren.

Draußen iſt es grimmkalt, die Sterne funkeln am klaren Himmel, der Schnee knirſcht unter den Füßen des Dahinwandelnden, und ehe er noch den Poſthof erreicht, hängen große Eiszapfen an ſeinem Barte. Im Eilwagen iſt er die einzige Perſon, und wenn er deßhalb auch die Beine nach Belieben ausſtrecken kann, ſo leidet er dafür ſehr an Froſt. Umſonſt wickelt er ſich in ſeinen Mantel, die Nachtluft dringt ſchneidend durch. Seine Zähne klappern und aus den Füßen iſt alles Gefühl ver⸗ ſchwunden.

Endlich nach vier langen Stunden kommt er am beſtimmten Orte an. Es iſt halb ſieben und der Tag fängt an zu dämmern. Im Wirths⸗ hauſe, wohin er beſchieden worden, wird er in eine große Stube gewieſen, wo ihm ein dicker Holzrauch ſagt, daß das Feuer eben angelegt wor⸗ den. Er iſt der Erſte auf dem Platze, und nachdem er das Gewehr von ſich gelegt, trippelt er, halb erſtarrt, in der Stube auf und ab, um ſich etwas zu erwärmen. Bald erſcheint ein Kellner mit ſehr verſchlafe⸗ nem Aeußern, der ihn gähnend fragt, was er zu genießen wünſche. Nachdem der Jagdliebhaber einige Augenblicke überlegt, entſcheidet er ſich für Chokolade mit geröſtetem Brod und Butter.

Unterdeſſen wird es Tag und vor dem Gaſthofe verſammeln ſich die Treiber. Sie haben lange hellgraue Leinwandkittel an, Pelzmützen auf dem Kopfe und die Hände ſtecken in dichten Filzhandſchuhen. Die meiſten führen einen langen Stock und Alle ſpringen im Schnee herum, ſchlagen in die Hände, um dieſe zu erwärmen, und blaſen ihren Athem in dicken Dampfwolken von ſich. Jetzt kommen auch einige herrſchaft⸗ liche Jäger an, mit andern Treibern hinter ſich, deren einer einen Früh⸗ ſtückranzen trägt und einen Schweißhund an der Leine führt. Alle haben blaue Backen und roth angelaufene Naſen; ein Anblick, der den Jagd⸗ liebhaber jetzt um ſo ſchmerzlicher an die vergangene Nacht erinnert, da der Ofen anfüngt eine behagliche Wärme auszuſtrömen und die duftende heiße Chokolade vor ihm auf dem Tiſche ſteht.

Dort ſteigt die Sonne über die Berge und wirft einen feuerrothen Schein auf den Schnee bis vor das Wirthshaus, den Rauch vergoldend, der aus den Schornſteinen des Dorfs hie und da aufzuſteigen beginnt. Die Jagdhunde ſchauen empor und ſchütteln ſich. Eben iſt die Cho⸗ kolade und ein ganzer Teller voll geröſteten Brods mit Butter verzehrt,