Siebzehntes Kapitel.
einen Augenblick inne, Fernow. Fragen Sie vorher unſere ſchöne Helene, ob und wann ſie wünſcht Oberſtjägermeiſterin zu werden.“
Der arme Major erſchrack faſt, als er den Regenten ſo reden hörte; er warf einen Blick auf Fräulein von Rip⸗ perda, die aber ihre Stellung durchaus nicht veränderte und etwas außerordentlich Intereſſantes auf dem Schloßplatze zu betrachten ſchien.
„Nun, wenn Sie nicht fragen wollen,“ fuhr Se. Ho⸗ heit lachend fort,„ſo leſen Sie das Schreiben des Baron Rigoll.“
Herr von Fernow öffnete das Papier mit einer immer wachſenden Spannung. Er durchflog den Inhalt, und als er ihn überſehen, tanzten die Worte faſt vor ſeinen Augen herum. Nachdem er ſich einen Augenblick geſammelt, ſtürzte er auf den Regenten zu, ergriff deſſen Hand und drückte ſie trotz allem Widerſtreben an ſeine Lippen. Er war außer ſich; Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gaukelten in glänzenden Bildern vor ſeiner entzückten Seele; er ver⸗
gaß ſich ſoweit, daß er ſich ſtürmiſch Helene näherte, die
zuſammenſchreckte bei dem Ton ſeiner Stimme, als er ihr die Frage that, die ihm der Herzog befohlen.
Um den geneigten Leſer nicht im Ungewiſſen zu laſſen,
was den jungen Offizier ſo außer ſich brachte, wollen wir
nicht verſchweigen, daß das Schreiben Sr. Excellenz des
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