Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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ſprachen.

Augenblicke des Glücks.

hatten alte kundige Damen verſichert, die in ähnlichen An⸗ gelegenheiten Routine genug hatten, um durch allerlei kleine Umſtände eine ſolche Anſicht begründen zu können.„Ja, eine Tochter— gewiß eine Prinzeſſin!“ hörte man viel⸗ fach im Saale flüſtern, und das gab denen von der Partei der Prinzeſſin jedesmal einen Stich ins Herz. In dem Falle hatten ſie nichts zu hoffen, Alles zu verlieren; in dem Falle hörte die Regentſchaft auf, und der Regent trat in die Rechte und Titel des regierenden Herzogs des Lan⸗ des. Daß er alsdann Ihrer Durchlaucht der Prinzeſſin Eliſe den freundlichen Rath ertheilen würde, mit der ver⸗ wittweten Frau Herzogin Eſchenburg zu bewohnen, daran zweifelten die Anhänger des Regenten durchaus nicht; ſie

hofften es, während die von der Partei der Prinzeſſin

leiſe flüſternd eine ſolche Möglichkeit als Befürchtung aus⸗

Es war für einen unparteiiſchen Beobachter ganz amu⸗ ſant, die Haltung dieſer beiden Lager zu ſehen; die Sieges⸗ hoffnung der einen drückte ſich durch freudige Mienen aus, durch halblautes Lachen, durch ſehr excentriſche Bewegungen mit den Fächern; die andere Partei lachte nicht, ſondern ſie lächelte nur, doch hatte dieſes Lächeln etwas Forcirtes, faſt Unheimliches, und wenn man draußen Schritte hörte, ſo wandten ſich von dieſer Seite des Saales mehrere Dutzend Augen ſehr erwartungsvoll nach der Eingangsthür. Wir können dabei nicht verſchweigen, daß einige ſchwache 4 FE 4