Ein freundſchaftliches Souper.
wartung der Dinge, die jetzt kommen ſollten, und zugleich ſah man an ſeinen feſt zuſammengekniffenen Lippen, ſo wie an dem zufriedenen Lächeln ſeiner Augen, daß er mehr als je entſchloſſen ſei, ſich in keiner Weiſe fangen zu laſſen.„Da ich, alſo die Ehre habe, von Ihnen, gnädi⸗ ger Herr, gekannt zu ſein,“ ſprach er nach einer Pauſe, „ſo bitte ich mir zu ſagen, womit ich dienen kann; und das ſoll nach beſten Kräften geſchehen.“
„Sie ſind ein verſtändiger Mann, Herr Krimpf,“ ver⸗ ſetzte der Andere,„und da Sie nun einmal darauf zu be⸗ harren ſcheinen, ich hätte meinen Stock abſichtlich tiegen laſſen, ſo will ich Ihnen zugeben, daß es mir allerdings um Ihre Geſellſchaft zu thun war! Ich will Ihnen ferner geſtehen, daß ich mit Ihnen eine Angelegenheit beſprechen möchte, bei der mir Ihre Hülfe von großem Nutzen ſein kann.“— Endlich! dachte der kleine Maler.—„Dabei muß ich aber hinzufügen,“ fuhr der Vorige fort,„daß die Angelegenheit nicht die meinige iſt, daß ich im Auftrag eines Dritten handle, daß ich aber bevollmächtigt bin, Ihre Hülfe in jeder Hinſicht glänzend zu belohnen.“
Herr Krimpf machte eine tiefe Neigung mit dem Haupte zum Zeichen, daß er vollkommen verſtanden habe; während er aber zu gleicher Zeit nochmals mit der Hand leicht über die Bruſttaſche fuhr und dabei fühlte, wie die Blätter knit⸗ terten, blickte er einigermaßen beſorgt im Zimmer umher, „worin ſich die Beiden ganz allein befanden.


