Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Ein freundſchaftliches Souper. 3

züge der beiden Portraits, die Ihr da habt, heute Morgen in Händen hatte.

Nur die allein? fragte lauernd der Andere.

Nein, es war auch noch ein Drittes dabei, das eines

ſchönen jungen Mädchen. 3

So iſt es daſſelbe! rief der kleine Mann faſt un⸗

muthig.Nun ich habe meine Schuldigkeit gethan.

Das habt Ihr auch, lieber Freund; entgegnete der Lakai im Tone eines Beſchützers,und der Herr Kammer⸗ diener wird Euch dankbar dafür ſein. Es iſt für uns noth⸗ wendig, Alles zu erfahren, was auf den Hof Bezügliches draußen in der Stadt vorgeht. Ich will jetzt hinauf und es melden, bleibt unterdeſſen hier, bis ich zurückkomme.

Aber laßt mich nicht zu lange warten.

Unbeſorgt, ſollte ich im Augenblick nicht ſelbſt ab⸗ kommen können, ſo ſchicke ich Euch Jemand, dem Ihr die Dinger ohne Weiteres übergeben könnt.

Damit entfernte ſich der Lakai und der Andere blieb an der Rampe ſtehen. Wer anders konnte der Wartende ſein, als Böhlers Gehülfe, ſagte ſich der Major. Wie hatte ihn der Photograph doch genannt? Herr Krimpf glaubte

er, und wenn er ſeine ſcharfen Augen anſtrengte, um jene Figur zu betrachten, die ſich dort auf dem Rande der Ter⸗ raſſe ziemlich deutlich abzeichnete, ſo war gar kein Zweifel, die nengerimne kleine Geſtalt war genau dieſelbe, die ihm der Photograph beſchrieben hatte.