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Leuchtkäfer. 229
zu ignoriren. Was hätte ihm aber auch ſein Nachgrübeln helfen können? Wie die Sachen ſtanden, konnte ihm nur etwas ganz Unverhofftes den Pfad ebnen, nur ein Wunder zum glücklichen Ziele führen. Und darauf hoffte er im Na⸗ men der Liebe und Treue.
So ſchritt er durch die Straßen bei dem herzoglichen Schloſſe vorüber und trat in die Gärten, welche daſſelbe von einer Seite umgaben.— Hier hatte der Frühling Bäume und Sträucher mit dem erſten ſaftigen Grün auf⸗ geputzt und die Blätter waren noch ſo wenig entwickelt, daß ſich gerade dadurch die einzelnen Partieen auf's Zier⸗ lichſte nuancirten. Ein mächtiges Bauwerk ſtand am Rande des Parkabhanges, von dem man eine entzü⸗ ckende Ausſicht über die Anlagen ringsumher hatte. Es war ein ehemaliges Baſtion, zu den Befeſtigungen des früheren Schloſſes gehörig, das man ſtehen ließ, ge⸗ rade wegen der wunderbaren Ausſicht, die man von der Plattform derſelben genoß. Man ging von den oberen Gärten gerade hinauf und wenn man an den Rand diefes Bollwerks trat, ſo erblickte man in der Tiefe die unteren Partien des ſchönen Parks. Oben ſtanden rieſenhafte Ka⸗ ſtanien, deren breite Kronen einen Schattengang um den Platz bildeten, während die dicken Stämme die Landſchaft ſtellenweiſe einrahmten, und dieſelbe noch maleriſcher er⸗ ſcheinen ließen.
Obgleich die Sonne nicht mehr am Himmel ſtand, ſo


