Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Ein Diner und zwei Freunde. 221

Ihnen die ganze Geſchichte mittheilen. Aber, lieber Wenden, es iſt eine Sache, die, auf unrechte Art am unrechten Orte hinterbracht, ganz eigenthümliche Folgen haben kann.

Für Sie, Excellenz?Ja. Eigentlich für jeden, der damit zu thun hat.

Da könnte ſich alſo meine Krankheit ins Unendliche ver⸗ längern, ja, am Ende gar zu einem chroniſchen Uebel werden.

Machen Sie keinen Scherz. Gerade Ihre ſo außer⸗ ordentlich à propos eingetretene Krankheit überzeugt mich, mit welcher Gewandtheit Sie unſere Sache behandeln werden. Wenn man ſich in die Intriguen einer Dame, wie die Prinzeſſin Eliſe, einläßt, ſo ſpielt man va banque.

Spielen wir, ſagte entſchloſſen der Kammerherr.

Wie ich an Euer Excellenz geſehen habe, iſt Ihnen ſchon vor Beendigung des Spiels ein wunderbarer Treffer zugefallen. Vielleicht bin auch ich ſo glücklich.

Der Oberſtjägermeiſter unterdrückte einen leichten Seufzer. Daß der Herzog alſo hier iſt, wiſſen Sie. Ich habe ihn früher ſehr gut gekannt, daher ſuchte man auch gerade mich aus zu der höchſt gefährlichen Commiſſion.

Und was will er? fragte faſt ungeduldig der

Kammerherr.

Was er will? Nun, nichts mehr und nichts weniger,

die Prinzeſſin Eliſe heirathen. 8 Donner und Wetter! ſagte Herr von Wenden, und

trat einen Schritt zurück.

als