Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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beginnt langweilig.

blieb, daß die Scheide ſeines Säbels mit den Schnallen

ſeines Ledergehänges zuſammenklirrte,wahrhaftig ich wüßte nicht, was ich an ſolchen Dienſttagen, wie der heutige, darum gäbe. Auch an andern könnte dir ein bischen mehr Ruhe nicht ſchaden, meinte Herr von Wenden;du biſt ein guter Kerl, aber das kocht und ſiedet und ſprudelt immer, und um in meinem Küchengleichniß fortzufahren, läuft es zuweilen über, nicht gerade zur Annehmlichkeit deiner Umgebung. A⸗a⸗a⸗ah! machte der Ordonnanzoffizier, und da⸗ bei dehnte er ſich wie einer, der eben aus dem Schlafe

erwacht. Du mußt dir angewöhnen, fuhr der Kammerherr

fort,über die Langeweile Herr zu werden, du biſt nun einmal bei Hof, und wenn du hier auf dieſem glatten

Boden was werden willſt, ſo darf man dir keine Lange⸗

weile anmerken, und wenn du einmal vier Wochen lang 4

wie heute im Dienſt wäreſt, eine Beſchäftigung, die aller⸗ dings ihre langweiligen Seiten hat...

So lehre mich die Langeweile verjagen! rief der Andere ungeduldig;entweder verſtehſt du in der That dieſe Kunſt, oder du biſt ein ausgemachter Heuchler; denn ſchon ſeit faſt einer Stunde läufſt du jetzt auf und ab, auf dem Geſicht inneres Vergnügen, ja mit einem Wohlbehagen, das mich zur Verzweiflung bringen kann. Gibt es

in der That etwas Langweiligeres, als der heutige Sonntag⸗