Teil eines Werkes 
56. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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Der Künſtlerhof von Granada.

As war im Monat Mai irgend eines Jahres die bezeich⸗ nende Zahl thut nichts zur Sache, doch wollen wir hinzufügen, es war das Jahr, welches jenem gefolgt, in dem wir im vergangenen Kapitel vom freundlichen Leſer Abſchied genommen, als ein Reiſender mit wenigem, aber anſtändig ausſehendem Gepäcke die Cannebière von Marſeille hinabſchritt, dann in die Straße Des Ambaſſadeurs einbog und ſich den Gaſthof gleichen Namens ein wenig beſchaute, ehe er in den finſteren Thorweg desſelben trat. Der Reiſende hatte ſich einen anderen Begriff gemacht von den Gaſthöfen dieſer ſüdlichen Stadt und von einem wenngleich beſchei⸗ denen Zimmer aber mit der Ausſicht auf das blaue Meer, die weißen Felſen der Küſte, auf Chateau d'If mit einem tüchtigen Stücke glänzenden Himmels dazu, welchem entlang ſeine Gedanken ſo bequem nach Spanien, ja, nach Afrika hätten ſegeln können, und nun die enge Gaſſe mit dem düſtern Hauſe!

Er trat achſelzuckend ein, mußte aber einen Augenblick warten, ehe er ſich an den Portier wenden konnte, da dieſer im Begriffe war, ſich von einem Fremden, welcher gerade ausgehen wollte, den Schlüſſel einhändigen zu laſſen. Unſer Reiſender würde dieſen Fremden weiter auch nicht beachtet haben, wenn derſelbe nicht im reinſten Deutſch geſagt hätte:Ich gehe nach dem Hafen, um mich