XIV. „Du biſt wie eine ſtille Sternennacht.“
Ja, weit, weit in den Wald hinauf tönten die Muſtikklänge, das Echo wachrufend, und waren dort noch deutlich vernehmbar— weit vom Lagerplatze, wo jetzt der wilde Jäger ſtand, ſein Barrett abnahm und das lockige Haar aus der glühenden Stirn ſtrich. Dann warf er einen Blick auf ſeinen Anzug, zog die herabgeſunkenen hohen Reiterſtiefel etwas hinauf, rückte den Schwertgurt zurecht und nahm ſein Hüfthorn von der Schulter.
Hoffe und fürchte! war die Inſchrift deſſelben, und er dachte: ein ſchöner Spruch; wie froh bin ich, daß es nicht umgekehrt heißt: Fürchte und hoffe!— Wenn ich auch vor etwas Unangenehmem gerade nicht viel Angſt habe, ſo iſt es doch ermunternder, wenn
man zuerſt hoffen kann und ſich dann erſt zu fürchten braucht.
Und was habe ich zu fürchten, nachdem ich gehofft und meine Hoffnung in Erfüllung gegangen iſt— die Hoffnung, ſie wieder⸗ zuſehen!
Unter dieſen Gedanken war er an den Fuß der Fahnenburg gelangt, an denſelben Platz, wo er damals gezeichnet. Hier unten ſo wie auch droben auf der Veſte war Alles ſo ruhig und ſtill, daß man nicht hätte glauben ſollen, hier habe vor kaum einer Stunde ein erbitterter Kampf gewüthet. Die zahlreiche Zuſchauer⸗
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Hackländer's Werke. 53. Bd.
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