Teil eines Werkes 
53. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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Glück auf, mein Feldherr, führe den Streich! 39

Sonne goldenen Fäden durchzogen ſind; darin liegt ein eigener Zauber. Verſtehſt Du mich?“

„O ja, ich verſtehe Dich,“ gab der Tod mit einem leichten Seufzer zur Antwort.„Auch ich ruhe gern unter der Eiche rauſchen⸗ den Baumgipfeln, doch liebe ich es, wenn ſie vom Mondlichte beſchienen ſind; ich kann mir dabei einbilden, ich läge im Grabe.“

„Nun, das ſind Gedanken, die Deiner heutigen Maske alle Ehre machen, die Einem aber den heiteren Tag verderben könnten. Nein, nein, ich will nichts von dem Grabe und von Dir, ich will ein Stück duftenden Waldes, einen glänzenden Sonnenſtrahl und...“ Was der wilde Jäger ſonſt noch wollte und wünſchte, verſchloß er wohlweislich in ſeiner Bruſt.

„So will ich Dich begleiten,“ ſagte Knorx, und mich zwingen, Geſchmack zu finden an Deinem zudringlichen Sonnenlichte.— All' das Licht und all' das Gedudel von heute hat mir ſchon genug Qual verurſacht, und wenn ich nicht hätte herabſchauen können auf mein beruhigendes Gerippe, ſo hätte ich es kaum ausgehalten. Komm', laß uns gehen.“ 3

„Mit Dir?— Der Himmel ſoll mich bewahren; da laß ich mich lieber vom Teufel holen, der Dir da unten mit Glas und Kopf entgegengenickt. Denke doch, wie würde ein harmloſer Spa⸗ ziergänger erſchrecken, wenn er dem Tode und dem wilden Jäger begegnete!“ 3

„Ah, Du hoffſt harmloſen Spaziergängern zu begegnen? Das iſt etwas Anderes. Ich bin nicht indiscret— alſo bis nachher!“

Damit wollte der Tod ohne Weiteres davongehen, doch hielt ihn Rodenberg am Arme zurück, indem er ihm lachend ſagte: „Trotz Deiner rauhen Außenſeite biſt Du doch ein feiner Kerl und vortrefflicher Menſchenkenner. Ich danke Dir; ſei aber nicht nur discret, ſondern thue mir noch einen anderen Gefallen.“

„Iſt Dir Jemand im Wege,“ erwiederte der Tod mit einem