J. Bekränzt mit Laub den lieben, vollen Becher.
ℳs iſt ein ſonniger Frühlingstag, der Himmel tiefblau und faſt ganz klar, wobei die einzelnen leichten Wölkchen, die hingehaucht im Aether ſchwimmen, wie eine angenehme Unterbrechung deſſelben, wie eine wohlthuende Verzierung erſcheinen. Was wir unter dieſem heiter lächelnden, von Sonnenſtrahlen durchblitzten, weiten, glänzen⸗ den Gewölbe von der jungfräulich blühenden Erde ſehen, innerhalb unſeres engen Horizontes nämlich, zeigt uns dieſelbe als ein luſtiges Spiegelbild— ja, wahrhaftig, und je mehr beide ſich anlachen, deſto vergnügter und glückſeliger wird ihr Ausſehen, es ſcheint eine wechſelſeitige Steigerung Statt zu finden. Dabei ſchielt die Sonne unausſprechlich neugierig durch die dichten Zweige benachbarter Parkbäume, wo es ihr nur möglich iſt, und auch ihre Strahlen ſcheinen behaglich zu lächeln wie Himmel und Erde— ja, wenn wir den Dreien eine Zeitlang unbefangen zuſchauen und ſo deutlich ſehen, wie ihre Heiterkeit zuzunehmen ſcheint, erwarten wir, die Betheiligten in einem der nächſten Augenblicke in ein ungeheures Lachen der Glückſeligkeit ausbrechen zu hören, in das aber auch wir und gewiß auch Du, geneigter Leſer, aus vollem Herzen mit
einſtimmen würdeſt, wenn Du um Dich ſiehſt und es zu fühlen
vermagſt, wie wunderbar ſchön dieſer Frühlingsmorgen iſt.


