Teil eines Werkes 
50. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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226 Unter den päpſtlichen Zuaven.

Naiſonnire nicht über Alles, kleiner Rattenfänger, ſagte der Unteroffizier Alfons,wenn man edle Thaten ausübt, wie wir im Begriffe ſtehen zu thun, ſo poſaunt man das nicht vorher in alle Welt. Was aber ein paar paſſende Worte anbelangt, wandte er ſich an Landerer,ſo werden die Leute ſie zu Nutz und Frommen, hoffe ich, draußen zu hören bekommen.

Da war die Porta San⸗Giovanni, und auf der Via Appia Nuova, eine kleine Viertelſtunde von der Stadtmauer entfernt, be⸗ fanden ſich ſchon einige Zuavenkompagnieen, andere folgten und bald war das ganze Korps beiſammen, eine ſchöne, gut ausſehende Truppe, alle dieſe jungen Leute in voller Kraft und Geſundheit, und auch ſelbſt jetzt willig und bereit, dem Kommandoworte zu folgen, jetzt, wo es nicht galt, einen lebendigen Gegner mit gleichen Waffen zu bekämpfen, ſondern wo man faſt wehrlos einem furchtbaren, unheimlichen, geſpenſterhaften Feinde entgegenging.

Soldaten und Unteroffiziere wußten begreiflicher Weiſe, um was es ſich handelte; und jetzt nachdem ſie die Stadt im Rücken hatten, die dunſtig heißen Straßen, als ſie keinen Leuten mehr be⸗ gegneten, die ſie theils mit erſchreckten, theils mit mitleidigen Mienen betrachteten, als ſie hinter ſich gelaſſen ihre kleinen Ver⸗ bindungen der verſchiedenſten Art, als ſie nun hier neben einander ſtanden, Alle mit den gleichen Waffen, Alle mit faſt gleichen Ge⸗ fühlen, Alle gleich fürchtend, gleich hoffend, da war es gerade, als habe ſich das ſchwere Gefühl, welches die Seele jedes Einzelnen be⸗ laſtete, auf Alle gleich vertheilt und damit auch Alle gleich er⸗ leichtert; damit kehrte auch die kecke Laune des jugendlichen Ueber⸗ muthes wieder, und durch die Reihen flogen Bemerkungen und Witze, ſelbſt den düſtern Feind betreffend, die faſt als übermüthige Herausforderung klangen in dem Munde von Leuten, die bereit waren, des Todes kalte Hand mit ruhiger Ueberlegung auch in dieſer ſchrecklichen Geſtalt zu ergreifen. 3

Einige gutgewählte, freundliche und wohlmeinende Worte, die