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214 Unter den päpſtlichen Zuaven.
da eine noch aufrecht ſtehende Mauer ſich gegen die Straße neige. — Noch einen Augenblick ſah man ihn dicht vor dem Wachlokale, dann erfolgte ein abermaliges donnerndes Krachen und Praſſeln, zugleich ein gellender Aufſchrei aus Hunderten von Kehlen, und auch das letzte Opfer ſchien verſchlungen worden zu ſein.
Da nahten die Zuaven im Laufſchritt; da brachen ſie eilig durch die dichtgeſchaarte Menge und Keiner wartete ein Kommando ab, um die Gewehre zuſammenzuſetzen und ſich auf den Trümmer⸗ haufen zu ſtürzen, von dem„ſoeben vor einer Sekunde,“ rief man ihnen von allen Seiten entgegen, der Poſten vor dem Gewehre begraben worden ſei. Allen voran ein kleiner Horniſt, der ſein Inſtrument in einen dichten Menſchenhaufen ſchleuderte und wie eine Katze über Steine und Balken aufwärts kletterte und dann zu einer raſch entdeckten Oeffnung hineinblickend mit gellender Stimme ſchrie:„Er lebt noch, er lebt noch— es iſt Landerer— er lebt noch!“
Wie arbeiteten die kräftigen Geſtalten dieſer jungen Männer, wie flogen Steine und Balken zur Seite, wie raſch und doch wie⸗ der wie ſorgfältig wurde die Oeffnung vergrößert, die der kleine Spielmann entdeckt und in welche er ſich nach kurzer Arbeit mit einem Jubelgeſchrei hinabſchwang!
Ein unerhört günſtiges Geſchick hatte Landerer auf die wun⸗ derbarſte Art geſchützt, errettet, und ein ſchwerer Balken, der über ihn hinabgeglitten, war ihm ein Schild geworden vor den nieder⸗ ſtürzenden Steinen, die ihn ſonſt unfehlbar zerſchmettert haben würden. Nur einer hatte ihn ſo heftig an die linke Schulter ge⸗ troffen, daß er nicht im Stande war, den Arm zu erheben; ob gelähmt oder gebrochen, wer fragte darnach bei der überſtandenen Lebensgefahr, und konnte ſich doch der junge Zuave, ohne geführt zu werden, nach dem in der Nähe gelegenen Ospedale di San⸗ Spirito begeben, wo die ſorgfältige Unterſuchung des Arztes ihm zu ſeiner großen Freude die Gewißheit gab, daß ſein Arm nicht


