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Zwei Nächte.
„Haben auch vier,“ entgegnete der Stallknecht;„ſind aber leider vor einer Stunde mit einem engliſchen Reiſewagen fortgefahren.“
„Das iſt ja aber ganz verflucht!“ ſagte heftig der junge Offizier; „wenn ich dir aber ein gutes Trinkgeld gebe, ich glaube, daß du mir alsdann Pferde anſchaffen wirſt, nicht wahr, Spitzbube?“
„Unmöglich!“ antwortete der Stallierie,„glauben Eure Gnaden ja nicht, daß wir böſen Willen haben, aber die Poſthalterei iſt unbe⸗ deutend, es kommen wenig Poſten durch und der Poſtmeiſter...“
„Wo iſt der Poſtmeiſter? ich will ihn ſprechen!“
„Iſt nach Lodi geritten, Eure Gnaden, ich bin... ganz allein zu Hauſe,“ ſetzte er ſtockend hinzu.
Da war nichts zu machen, als in Ruhe zu warten, bis die Pferde der kaiſerlichen Poſt zurückkommen würden. Wenn nur die Poſt mitten im Dorf geweſen wäre, da hätte man vielleicht in dem
Caffé eine alte Zeitung und etwas Kaffee gefunden, aber hier in den einſamen Gebäuden, die ſo ſchwarz und ohne Leben in der Nacht dalagen! Es war in der That langweilig. Der Poſtillon von Lodi zog ſeine Pferde in den Stall, worauf er ſo wie der Huſar und der⸗ Stallierie ſich plaudernd auf eine Bank vor dem Stallgebäude nieder⸗ ließen. 4.
Selbſt die herrliche Nacht vermochte nicht die Ungeduld des Rei⸗ ſenden über dies unangenehme Warten zu beſchwichtigen. Vergeblich ſchlugen die Nachtigallen ſchmelzender als den ganzen Abend in den dichten Gebüſchen, welche Poſthalterei und Wohnhaus umgaben, ver⸗ geblich funkelten die Sterne ſo freundlich und beruhigend von dem dunklen Himmel, vergeblich athmete die ganze Natur eine ſo wohl⸗ thuende Stille, ſummten Inſekten aller Art behaglich und glückſelig in den Freuden ihres kurzen Sommerdaſeins, der junge Reiſende war ungeduldig und verſtimmt, gelangweilt und hätte in dieſem Augen blicke viel um eine Converſation mit irgend Jemand gegeben, den er ſonſt gewiß nicht beachtet. Schon mehrere Mal hatte er die Stall gebäude umſchritten, und näherte ſich jetzt dem einſamen Wohnhauſe,
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