Teil eines Werkes 
16. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Sklavinnen. 39

liches ſchien der da hinten auf der Bühne auch mit mir vorzu⸗ haben.— Und er wird in ſeinen Verſuchen nicht ablaſſen.— Fürchterlich! Fürchterlich!“ ſeufzte das junge Mädchen, und ein tie⸗ fer Schauder durchbebte ihren Körper.

Viertes Kapitel. Ein Loch im Vorhange.

Das kleine Luſtſpiel war zu Ende, der Vorhang ſank herab, und das Publikum, nachdem es einigen wenigen Applaus geſpen⸗ det, lehnte ſich bequem auf ſeine Sitze, lachte, ſcherzte, ſprach rechts und links, mit dem Hinter⸗ und dem Vordermann; und ſo entſtand ein artiges kleines Summen in dem weiten Hauſe. Dazwiſchen hörte man Logenthüren auf⸗ und zuſchlagen, Sperrſitze niederklap⸗ pen, kurz das Geräuſch der Eintretenden, welche das ihnen lang⸗ weilige Luſtſpiel vorbeigehen ließen, um ſich jetzt mit friſchem Sinn an dem Ballet zu ergötzen. Im Parterre unterhielt man ſich von den Schönheiten und den Mängeln des eben vorübergegangenen Stückchens, man ſprach von dem neuen Ballet, namentlich aber von der Beſetzung deſſelben, die nun natürlicher Weiſe, wie immer vor dieſen Kunſtrichtern, etwas zu wünſchen übrig ließ. Da hätte der dieſe Rolle übernehmen müſſen, und jene Tänzerin die Rolle der Anderen. Von den Dekorationen verſprach man ſich ohnehin nicht viel; und was die Maſchinerie anbelangt, was war da von einem Maſchiniſten zu erwarten, dem jeden Augenblick die Flug⸗ werke in der Luft hängen blieben, bei dem die Vorhänge auf hal⸗ bem Wege nachdenkend wurden, und nicht herab wollten, und durch deſſen Schuld die Leute, die nicht verſinken ſollten, verſanken, da⸗