Erſtes Kapitel. Der Theaterwagen.
Es iſt eigenthümlich, theurer und geneigter Leſer, daß man beim Beginn einer Geſchichte ſo gern Betrachtungen über das Wetter anſtellt,— eigenthümlich, aber durchaus nothwendig. Was wollte man zum Beiſpiel von einem Gemälde halten, wo ſich die Figuren— und wären ſie auch noch ſo intereſſant— in einer Staf⸗ fage bewegten, von der man nicht ſagen könnte, von welcher der vier Jahreszeiten ſie gerade beherrſcht werde. Es bringt den Leſer nichts ſo in eine angenehme Stimmung, als wenn er beim Beginn eines Kapitels erfährt, die Sonne habe mit voller Gluth geſchienen, der Wind habe geſaust oder der Regen in ſchweren Tropfen an die Fenſterſcheiben geklatſcht. Bei uns findet er aber von dieſen drei ebengenannten Dingen nichts; unſere einfache und dieſes Mal vorzugsweiſe ſehr wahrhaftige Geſchichte beginnt im Winter,— jener Jahreszeit, wo man die Natur als erſtorben betrachtet, ihr als unſchön ſo gern den Rücken kehrt, um in glänzende, durch⸗ wärmte Säle einzutreten und ſich an künſtlichen Blumen und Freuden zu ergötzen, da man lebendige und natürliche ſo wenige gefunden.


