Teil eines Werkes 
15. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Der geheime Agent. 49

Herzog.

Und ſeit der Zeit nicht mehr in der Heimath?— Wir müſſen

wenig Anziehungskraft für Sie haben. Graf.

Es war beſtändig ſein glühendſter Wunſch, Euer Durchlaucht und ſein Vaterland wieder zu ſehen, doch war die Reiſe noch auf längere Zeit projectirt und ſollte nicht unterbrochen werden.

Herzogin.

Ich finde das vollkommen begreiflich und wünſche nur, daß es Ihnen fortan am hieſigen Hofe gefallen möge. Graf Oskar, ich werde Sie der Prinzeſſin Eugenie vorſtellen.

Graf Cfar ſichh.

Ein ſchönes Mädchen!

(Der Herzog iſt an's Fenſter getreten, Oberſthofmeiſter folgt ihm in einiger Entfernnng.) Prinzeſſin.

Ich hoffe, Herr Graf, die Umgebungen unſerer Reſidenz wer⸗ den Ihnen nach all dem Schönen, was Sie auswärts geſehen, nicht zu unbedeutend vorkommen; aber ich fürchte, unſere kleine Stadt wird Ihnen leider nicht viel darzubieten vermögen, was im Stande iſt, Sie hier zu feſſeln.

3 Graf.

Euer Durchlaucht halten zu Gnaden, ich glaube, wenn Graf Oskar erſt eine kurze Zeit hier iſt, wird er das, was er vielleicht bei uns findet, nicht um alle Schätze der Welt vertauſchen.

Prinzeſſin. Ich hoffe, es ſoll Ihnen bei uns gefallen. Oberſthofmeiſter Gum Herzog. Ein ganz herrlicher Tag, ein wunderbar ſchönes Wetter! Herzog. Ich ſehe nicht nach dem Wetter, beſter Oberſthofmeiſter, Oberſthofmeiſter. 3 Haben Euer Durchlaucht vielleicht ſchon zufällig bemerkt, wie Hackländers Werke. XVv. 4