Der geheime Agent.
Graf. Welche, gnädiger Herr?— die der Gefängniſſe? Herzog.
O nein!— Die meines geheimen Agenten.— Aber Sie hatten mir eine Meldung zu machen, lieber Graf; laſſen Sie hören!
— Graf.
Nur eine perſönliche, gnädigſter Herr. Wenn aber Euer Durch⸗ laucht vielleicht mir vorher etwas zu befehlen hätten? ſo——
Herzog.
Ich? Durchaus nichts.— Ich habe nur vorhin ſo geplaudert, weil ich offenherzig gegen Sie bin. Apropos! offenherziger, als Sie gegen mich..
b Graf. Ich, Durchlaucht?— Euer Durchlaucht könnten zweifeln? Herzog(lachend). Ganz und gar nicht, mein beſter Graf.— Aber Ihre Meldung? Graf(verſtört).
Der Neffe unſeres Hauſes, Graf Oskar Stein von Steinhau⸗ ſen, von größeren Reiſen zurückgekehrt, bittet um die Ehre, im Laufe des Vormittags Euer Durchlaucht vorgeſtellt zu werden.
Herzog.
Aha! Ich erinnere mich ſeiner. Er iſt wenig Jahre jünger als ich, ein angenehmer junger Mann und guter Reiter. Er iſt mir willkommen.
Graf coerbeugt ſich tief). Herzog. Er wird ſich eine Zeit lang bei uns aufhalten, nicht wahr? Graf(ſchluckt heftig und ſieht ſich ſcheu um).
Euer Durchlaucht werden mir vielleicht erlauben, Ihnen in Be⸗
treff meines Neffen eine vertrauliche Mittheilung zu machen. Herrzog Kacelnd. Mir eine vertrauliche Mittheilung? Am Ende gar ein Ge⸗


