Teil eines Werkes 
15. Bd. (1855) Werke
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Der geheime Agent. 41

Sie mich dem Herzog in einer dringenden Angelegenheit.(die Raä⸗ the ins Kabinet der Herzogin.) Graf.

Will uns nicht ſehen, will keinen Rapport, ſchickt uns zur Her⸗ zogin, wird das Nöthige ſeiner Zeit ſchon erfahren?— Ci, ei! hier hat ſich der Stand der Dinge ſchon ſehr verändert! Waren doch ſonſt Seine Durchlaucht durch die kleinſte Sache, die wir un⸗ terließen, ihm zu melden, ſehr unangenehm berührt, nahmen uns durch die verſchiedenſten Kreuz⸗ und Querfragen oftmals tüchtig ins Gebet, wollten von Allem Kenntniß haben, ſo daß es we⸗ niger gewandten Männern wie uns wohl ſchwerlich gelungen wäre, die wichtigſten Staatsgeheimniſſe vor dem regierenden Herrn zu verheimlichen— und jetzt keinen Rapport, will von uns nichts

wiſſen. Das hat ſich ja gewaltig verſchlimmert.

Vierter Auftritt. Die Vorigen. Der Herzog.

Herzog.

Ah! Unſer Staatsminiſter! Haben Sie etwas Wichtiges für mich, mein lieber Graf? Sie werden mich entſchuldigen, ich bin eilend.

Graf. Euer Durchlaucht wünſchten heute Morgen keinen Rapport. Herzog.

Laſſen wir das!— Wozu auch? Csutraulich.) Ich verſichere Sie, lieber Graf, ich erfahre jetzt Alles, was ich wiſſen will, auf die leichteſte und angenehmſte Art,— er weiß Alles, bis ins kleinſte Detail; über Finanzen, Stand des Heeres, die Rechtspflege, die Gefängniſſe; ah! Sie müſſen dieſe Bekanntſchaft machen!