36 Der geheime Agent.
vernommen.— Dieſer Mann— ja Euer Durchlaucht— die Ver⸗ gangenheit dieſes Mannes ſoll eine finſtere ſein, und ſchon beginnt man ſich auf's Lauteſte und Energiſchſte zuzuflüſtern, daß der Druck unter der Hand dieſer fremden, unbekannten und doch ſo bekann⸗ ten Creatur herzoglicher Huld und Gnade cer iſt bei den letzten Worten aufgeſtanden, als ſpreche er mit dem Herzog⸗ anfängt, unerträglich zu werden. (Der Graf, der ohne von Jenem bemerkt zu werden, tritt ein). Graf.
So würden Sie ſprechen?
Oberſthofmeiſter Cfährt zuſammen).
Ah!— Sie ſind's? Aber um Gotteswillen, ſind denn Euer Excellenz nur in der Welt, die Leute in Schrecken zu verſetzen? Ich habe Sie gar nicht hereinkommen hören.
Graf.
Ach, mein lieber Oberſthofmeiſter, glauben Sie mir, es iſt beſſer, wenn wir vorderhand an dieſem Hofe ſo wenig Geräuſch machen, wie möglich.
Oberſthofmeiſter.
O Sie ſpaſſen!
Graf.
Seien Sie aufrichtig, ich habe Ihr Selbſtgeſpräch unwillkür⸗ lich belauſchen müſſen, da Sie zu vertieft waren, um meine ſchwe⸗ ren Tritte zu hören. Aber was Sie vorhin ſagten, das denkt Mancher, und ich habe auch ſo meine Gedanken.
Oberſthofmeiſter.
Nicht wahr?
Graf.
Und dann nehme ich es Ihnen nicht übel, wenn Sie dieſe Angelegenheit mehr wie jeden Andern alterirt.—
Oberſthofmeiſter. Wie ſo, Excellenz?


