Teil eines Werkes 
15. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Der geheime Agent.

Herzog. Sind Sie zufrieden, mein lieber Graf? Graf. Euer Durchlaucht ſind allzugnädig, ich bin nur die unterthä⸗ nigſte und treugehorſamſte Mittelperſon. 3 Herzogin. Herzlich danke ich dir, mein Sohn! (Während des letzten Dialogs iſt der Kammerdiener ans dem Kabinet getreten und hat einem

. der Kammerherrn etwas gemeldet, dieſer dem Oberſthofmeiſter, der ihn außerordentlich er⸗ ſtaunt anſieht.)

Oberſthofmeiſter Gum Herzog meldend). Euer Durchlaucht geheimer Agent ſei ſoeben angekommen.

Herzog. Ah!— Ich danke Ihnen! Herzogin Klcheind. - 4 Dein geheimer Agent? Herzog. Ja wohl, Mama. Ich bitte, mich einen Augenblick zu ent⸗

ſchuldigen, ich werde drüben aus meinen Zimmern in den Speiſe⸗

1 ſaal kommen.—— Ich bin genöthigt, dieſen Herrn augenblicklich 1- zu empfangen. ab in ſein Kabinet.) Oberſthofmeiſter

(zum Grafen, nachdem er ihn lange verblüfft angeſehen). Ein geheimer Agent? 4 Graf. Es ſcheint ſo! Oberſthofmeiſter. Was mag dahinter ſtecken? Graf GChnckt die Achſeln). Vielleicht für Manchen, den es betrifft, nichts Angenehmes. Ich glaube, daß der Titel: geheimer Agent! nur eine Maske iſt, hinter der nächſtens eine oberſte Hofcharge heraustreten könnte.