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konnte ſich aber nicht enthalten, zu ſagen, ohne jedoch dabei die Mutter anzuſehen:„Jetzt wollen wir aber auch nie mehr von der Geſchichte ſprechen.“
„Du biſt ein gottloſes Kind!“ entgegnete Frau Roſel.„Du wirſt noch einmal ſehen, daß ich über deine Kindereien ernſtlich böſe werde.“ Dabei war aber auf ihrem Geſichte von Zorn keine Spur, und ihre Augen funkelten ſehr vergnüglich, und in ihren Mundwinkeln zuckte es heftig, ſo daß Marie, als ſie zufällig auf⸗ blickte, ein leiſes Gekicher nicht unterdrücken konnte, was auch auf die Mutter ſo anſteckend wirkte, daß ſie plötzlich mit aller Kraft laut hinaus lachte und nachher wahrhaft komiſch ausſah, als ſie ſich vergeblich abmühte, einige ernſte Züge zuſammen zu bringen, um ihre naſeweiſe Tochter würdevoll und ſtrafend anſehen zu können.
Auch der Schauſpieldirektor mußte mitlachen, und die Mägde am Herde und Narie lachten jetzt ſo heftig wie möglich, und Frau Roſel am tollſten von Allen, ſo daß es durch das ganze Haus ſchallte und im erſten Stock, wo Eugen und Herr Sidel wohnten, ganz deutlich gehört wurde.
„Das iſt ein luſtiges Haus,“ ſagte der Letztere, der eben im Begriffe war, ſeine Morgentoilette zu machen.
Eugen lag bereits im Fenſter und rauchte eine Cigarre mit unendlichem Behagen in die friſche Morgenluft hinaus.
„ Ich habe die ganze Nacht die beſten Träume gehabt,“ fuhr der luſtige Rath fort,„und das war auch gar nicht anders mög⸗ lich; denn geſtern Abend bin ich unter einem ebenſo herzlichen La⸗ chen eingeſchlafen, wie das, welches wir ſo eben gehört. Das muß hier ein außerordentlich vergnügtes Haus ſein.“ 18
„Ich habe es auch bemerkt,“ verſetzte Eugen,„und mir ſcheint,
unſere Wirthin iſt ſo luſtiger Nutur. Nun, das iſt ſchon ange⸗
nehm; ich liebe nichts ſo ſehr, wie fröhliche Geſichter um mich. 4 Hackländers Werke. XI. 3 16 3
Das Wirthshaus zur wilden Rofe.


