Teil eines Werkes 
2. Th. (1862)
Entstehung
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den tadelloſen Halskragen des Hausherrn verunſtaltete, ſtimmte er gleichfalls in das Gelächter der Gäſte mun⸗ ter ein und raunte dem Hausherrn in's Ohr, er möchte ſich vorſehen, da ſein Hemdkragen eine unfreiwillige Purpurverbrämung an ſich trage.

Hummel dankte für den freundlichen Rath, fügte aber zur Vergeltung den Vorſchlag hinzu, er möchte ſich umkleiden, da ſein Coſtüme noch mehr auffallen dürfte, als ſelbſt der rothe Weinfleck; Tobias Widt⸗ mann beherzigte dieſen freundlichen Rath und entfernte ſich um ſeine Kleider zu wechſeln.

Der erſte unter den Eintretenden war ein würde⸗ voller Mann, der in den Fünßzigen ſtand, aber wie ein ſiebenzigjähriger Greis ausſah.

Die kurze Zeit des Beſuches, welchen die Paſ⸗ ſauer Prag abſtatteten, hatten die kaſtanienbraunen Haare des guten Mannes gebleicht; es war der Geva⸗ terHenkl von der Kleinſeite.

Aus dem runzligen pergamentartigen Geſicht des verarmten Bürgers, ſprach der Hunger mit ſolcher Wahrheit, daß er das Anerbiethen ein Gläschen Wein zu trinken nur darum annahm, um dieſe Gabe mit ei⸗ nem tüchtigen Stück Weißbrot begleiten zu können.

Henkl, der Erzherzoge bewirthet hatte, war an fei⸗ nem Ton gewöhnt und dennoch ſtopfte er ſich den Mund