Teil eines Werkes 
2. Th. (1862)
Entstehung
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204 Johann von Aachen dagegen ſah ſich durch ſeine längere Ausdauer belohnt, denn Meiſter Hummel ſagte, ſobald ſich hinter dem Rittmeiſter die Thüre geſchloſſen hatte, herzlich lachend, indem er dem Maler mit ſeinen ungeheueren Händen über das Geſicht fuhr:

Macht mir kein ſo ernſtes Geſicht Schwiegerſohn, wir wollen jetzt eine kleine Einleitung zum Mahle treffen. Ihr glaubt doch daß, ich eindringlich geſprochen?

Der Mahler, der kein Wort von der ganzen väter lichen Predigt gehört hatte, bejahte ohne Anſtand, daß es der gelehrteſte Domprediger nicht beſſer machen könnte, wie es ſo eben Meiſter Hummel gemacht.

Der Meiſter rief nach Wein und die verlangte Flaſche wurde auf den Tiſch geſtellt.

Aber der Klang der Gläſer, war wie der Ton ei⸗ ner Kriegstrompete, welche den rüſtigen Streiter zum Kampf auffordert, zu den Ohren eines gewiſſen alten Mannes gedrungen, der ſich in der Küche wichtig machte und für ſein Leben gern als unentbehrlich gegolten hätte.

Dieſer Mann konnte dem befreundeten Klange der Gläſer nicht widerſtehen und huſchte verſtohlen zur Küche hinaus, was aber Frau Katharina Brigitta nicht hinderte, ihm zu ſeiner größten Beſchämung nachzuru⸗