Teil eines Werkes 
2. Th. (1862)
Entstehung
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Die Officiere ſahen den Gemeinen, die Oberbe⸗ fehlshaber den Officieren durch die Finger, da ſie ein ſolidariſches Bewußtſein der Schuld drückte oder vielmehr zur Nachſicht verband.

Der gaſtfreundliche Henckel hatte längſt aufge⸗ hört in Ramée ſeinen Lieblingshelden zu bewundern, die wahren aber nüchternen Anhänger des Kaiſers fin⸗ gen zu bereuen an, daß die Paſſauer je im's Land geru⸗ fen worden waren, ſie fühlten inſtinktmäßig, daß ihrem Herrn und Meiſter dadurch der letzte Stoß verſetzt wor⸗ den, die katholiſche Geiſtlichkeit drängte zur Entſchei⸗

dung, für ſie hatte das Kriegsvolk eine einzige Bedeu⸗ tung, den einzigen vernünftigen Zweck Wiederher⸗ ſtellung der alten Zuſtände und gewaltſame Bekehrung oder Vertreibung der Ketzer; der Klerus vermochte nicht zu begreifen, wie man mit zwölftauſend Kriegsknechten in den Händen, noch die Fortdauer der proteſtantiſchen Ketzerei dulden könne; die heimlichen Feinde des Kai⸗ ſers und verkappten Anhänger ſeines königlichen Bru⸗ ders vergaſſen vor ſtillem Entzücken über die Mißgriffe, die von der kaiſerlichen Partei täglich und ſtündlich be⸗ gangen wurden, die erſchlagenen Bürger und ausge⸗ raubten Paläſte und erwarteten mit banger Ungeduld den Augenblick um Mathias an des entthronten Kaiſers

Stelle zu ſetzen.