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mals auf das Mädchen zu, faßte es am Kinn und machte Miene ſie zu küßen.
Die arme Dirne kreeiſchte laut auf:
„Zu Hülfe, zu Hülfe!“
Der Kammerdiener glaubte mit dem Trunkenbold leicht fertig zu werden und holte in der That zu einem Fauſtſchlag aus, den er dem Landſtreicher in's Geſicht zu verſetzen gedachte.
Der Bettler ſetzte ſich nun ſeiner Seits ebenfalls in Bereitſchaft, ſchob die Binde vom Auge zurück und entfernte einige Lumpen, welche einen integrirenden Be⸗ ſtandtheil ſeiner Kleidung bildeten. Durch dieſe Bewe⸗ gung wurde ein fein gegliedertes Stahlhemd ſichtbar, welches der Landſtreicher unter ſeinen Lumpen trug.
Als er das Erſtaunen des Kammerdieners be⸗ merkte, der die erhobene Hand langſam ſenkte, rief er ihm mit wildem Gelächter zu:
„Ei warum ſchlägſt Du denn nicht, ſchuftiger Bur⸗ ſche? oder hält Dein Muth nur gegen wehrloſe Bettler Stand?“ Dann wandte er ſich furchtlos an das Mäd⸗ chen, ſtrich ihr über die Wange und ſagte:
„Sie zimperliches Ding wird doch ſchon mehr als einen Schnautzbart an ihren Lippen gefühlt haben.
„He, habe ich nicht recht?“
Lang hätte nun für ſein Leben gern geantwortet:


