Teil eines Werkes 
1. Th. (1862)
Entstehung
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nach dem Leonardi⸗Platze, während die ſechs anderen ſich nach der Plattnergaſſe öffnen.

Aus einem Fenſter dieſes Hauſes lehnte ſich am Morgen des 2. März im Jahre 1611 ein kleiner, dicker Mann, der mit einem Schurzfell bekleidet war, das ihm von der Bruſt bis an die Knöchel reichte; das Fell war augenſcheinlich noch wenig benützt worden, denn es ſah wie neu aus, das zimmtfarbene Wams, welches durch das Schurzfell geſchont werden ſollte, ſchimmerte im Glanz der Neuheit, und der ſteife Ringkragen ſtand im grellſten Gegenſatze zu den gewöhnlichen Anzeichen des Gewerbeſtandes.

Der kleine, dicke, und ſetzen wir immerhin hinzu, alte Mann trug auf den breiten mächtigen Schultern einen kleinen Kopf, deſſen blaue Augen ehrlich und luſtig zugleich in die Welt ſchauten, während der etwas breite Mund beim Sprechen zwei Reihen Zähne ent⸗ decken ließ, um die ihn ein Crokodil beneiden konnte. Der kleine, alte, dicke Mann war ein angeſehener Bür⸗ ger der Altſtadt Prag's, hieß Caſpar Hummel, hatte Weib und Kind, nannte das Hauszum ſteinernen Röſſel ſein eigen, und betrieb das Kupferſchmied⸗ handwerk. 2 Nachdem wir eine Art Nationale unſeres ehr chen Altbürgers abgegeben, wird es uns wohl auch

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