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merkte daher nicht, daß über Heuri's Mienen ein eigen⸗ thümliches Lächeln glitt.
„Reue verſöhnt, mein beſter Freund. Was übri⸗ gens in meinen Kräften ſteht, ſoll geſchehen, Dich Dein Ziel erreichen zu laſſen. Ich will Dein Fürſpre⸗ cher ſein.“
Und Henri hielt Wort, er vertheidigte den Freund mit den wärmſten Worten, wie nur immer die Freund⸗ ſchaft ſie haben kann. Eine gar mächtige Bundesgenoſſin ſtand ihm zur Seite, die Liebe, die ſeine Schweſter, wenn ſchon unklar für Pierre gefühlt hatte, als er ſie portraitirte, und ihre Augen den ſeinigen oft begeg⸗ nen mußten; ſie hatte Form und Geſtalt gewonnen. Auf dem ſtillen Schloſſe, im Schooße einer großartigen Natur fielen die Schlacken, welche durch die Verhältniſſe dem reinen Golde beigemiſcht worden waren, ab, und dieſes ſtrahlte um ſo heller und glänzender.
Als nun der Bruder das offene Geſtändniß ſeines Freundes der Schweſter darlegte, als Pierre, von ihm geführt, mit bleichen Wangen, abgehärmten Zügen vor ihr auf den Knien lag, die Hände gefaltet, und nicht um ihre Hand mehr, der er ſich ja ſelbſt unwürdig ge⸗ macht habe, nein nur um ihre Vergebung bat, damit er entfühnt wieder der Kunſt ſich zu widmen im Stande ſei, da erhielt er nicht nur die Vergebung, nein, Hand und Herz des ſchönen Weibes.
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